Biografie

Sanja Radišić

mezzosoprano

Roles:

Lady Macbeth
Macbeth
G.Verdi
Eboli
Don Carlo
G.Verdi
Ulrica
Un ballo in mascera
G.Verdi
Federica
Luisa Miller
G.Verdi
Brangäne
Tristan und Isolde
R.Wagner
Venus
Tannhäuser
R.Wagner
Carmen
Carmen
G.Bizet
Komponist
Ariadne auf Naxos
R.Strauss
La Principessa
Il Trittico
G.Puccini
Frugola
Il Trittico
G.Puccini
Zita
Il Trittico
G.Puccini
Hexe
Hänsel und Gretel
E.Humperdinck
Polinesso
Ariodante
G.F. Händel
Dritte Dame
Die Zauberflöte
W.A.Mozart
Jezi Baba
Rusalka
A.Dvořák
Anita
West Side Story
L.Bernstein
Adalgisa
Norma
V.Bellini
La fille ainée
Au Monde
P.Boesmans
Sarah
Abraham
D.Schnyder
Fruma Sarah
Fiddler on the roof
J.Bock
Háta
Die verkaufte Braut
B.Smetana
8th Symphony
G. Mahler
Stabat Mater
G.B. Pergolesi
Missa Solemnis
W.A. Mozart
9th Symphony
L. van Beethoven
Stabat Mater
G. Rossini
Requiem
W.A. Mozart
Requiem
G. Verdi
Krönungskantate
A.Glazunov
Aus jiddischer Volks poesie op. 79a
D.Shostakovich

Die serbische Mezzosopranistin Sanja Radišić wurde in einer prominenten Künstlerfamilie in Belgrad geboren. Unter ihren frühen Studien waren Ballett und Klavier. Mitten in ihrem Grafikdesigndtudium wurde ihr vokalisches Talent von der weltweit renommierten Mezzosopranistin Biserka Cvejić entdeckt.

Sie beginnt ihr Studium an der Musikakademie in Belgrad, wo sie den begehrten Preis ”Danica Mastilović”als bester/e Student/in des Jahres erhält.

Im Jahr 2007 erhielt sie auch ein Stipendium des Kulturministeriums Serbiens.

Sie gewann die ersten Preise in allen Landeswettbewerben, darunter: 2002 Wettbewerb “Dr. Vojislav Vučković” (Belgrad), 2004 und 2007 Wettbewerb “Nikola Cvejić” (Belgrad), 2005 “Republikswettbewerb“ (Belgrad), 2004 Wettbewerb “Nikola Cvejić“ (Belgrad), 2006 Wettbewerb “Horizonte an der Theiß“ (Bečej) und 2007 Wettbewerb “Lazar Jovanović” (Belgrad).

Während ihres Studiums wurde sie schnell zum Mitglied im Opernstudio des Nationaltheaters in Belgrad. Hier gab sie ihr Debüt als Badessa in der Oper Sour Angelica, und unter anderen kleineren Rollen singt sie auch die Rolle der Principessa in der Oper Adriana Lecouvreur sowie Teile der Rolle der Carmen in der gleichnamigen Oper. Im selben Jahr hatte sie die Gelegenheit zu Konzerten mit dem Orchester des Nationaltheaters in Belgrad sowie mit dem Belgrader Militärorchester.

Im Jahr 2009 wurde sie eingeladen, ihr Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim fortzusetzen, wo sie ein Stipendium von der Wilhelm-Müller-Stiftung erhielt.

In Italien nahm sie am internationalen Gesangswettbewerb “Amici della Musica” teil, wo sie 2010 den dritten Preis und vorher 2007 den von Joan Sutherland eingereichten Sonderpreis gewinnt.

2010 krönt sie ihre Auszeichnungen mit dem ersten Preis und der Goldmedaille beim internationalen Wettbewerb “Hariclea Darclee” in Braila (Rumänien) mit Nicolae Herlea als Präsident der Jury.

Bei ihrer ersten Audition für Deutsches Theater bekam sie nicht nur beide Rollen, Ulrica und Brangäne, zu singen, für welche sie auch vorgesungen hatte, sondern wurde ihr auch ein Festengagement im Theater Aachen angeboten, welches seitdem (2012) ihr Mutterhaus ist.

Sie beginnt Erfolge aufzureihen, darunter auch die Rolle der Carmen, welche vom Opernglas als “eine betörende, absolut authentische Carmen” beschrieben wird und vom Grenzecho.net wird sie gelobt für ihre: “alle Nuancen zupackender Erotik, lockender Verführungskunst und den unbändigen Freiheitsdurst mit einer Stimme, in der sich gehaltvolle Fülle mit eleganter Leichtigkeit und einem schönen Legato paart. …Sanja Radišić ist die Idealbesetzung in dieser gelungen Inszenierung.” Die Aachener Zeitung hatte folgende Komparation: “… als Carmen überzeugte Radiśić mit hinreißender Dramatik. Ihr “L’amour est un oiseau rebelle” erinnerte an die große Maria Callas. Bravo-Rufe aus dem Publikum dankten ihr.”

Ihre Eboli in Don Carlo, wie vom Theater Pur beschrieben, ”ist eine beeindruckende Eboli mit ebenmäßigem, zu Auswüchsen sich aufschwingem Mezzo – toll!”

Mit Rollen wie die Dritte Dame (Die Zauberflöte), die sie im Theater Bonn auch sang, Adalgisa (Norma) V. Bellini, Polinesso (Ariodante) Händel, Federica (Luisa Miller) G. Verdi, Jezi baba (Rusalka) A. Dvorak und Hexe (Hänsel und Gretel) Humperdinck, hatte Sanja Radisic ihre Debüts, wie auch in der Rolle der Venus (Tannhäuser) Wagner, wobei sie von der Kritik auch gefeiert wurde!

Die Opernnetz beschreibt ihren Mezzosopran als eine erotische und magische Stimme: “Wäre das Geschehen auf Wartburg ein Sängerinnenkrieg, ginge der in Aachen wohl zugunsten der Venus der Sanja Radišić aus. Sie trumpft mit ihrem erotisch irrlichternden Mezzo groß auf, …”

Im Jahr 2016 krönt sie ihr Repertoire mit einem sehr erfolgreichen Debüt in der Rolle der Lady Macbeth von G. Verdi. 

Unter den zahlreichen fantastischen Kritiken spiegelt vielleicht diese Kritik die Stimme der Künstlerin am besten wider: Als genuiner Mezzo gehört sie zu den nicht wenigen tief gelagerten Sopranen, welche die Lady Macbeth sogar vorzugsweise interpretieren. Prominente Namen der Vergangenheit: Martha Mödl oder auch Astrid Varnay. Dann natürlich die tatsächlich als Mezzos klassifizierten Sängerinnen wie Christa Ludwig, Grace Bumbry, Shirley Verrett, alle freilich mit müheloser Höhe. Von der gloriosen Maria Callas ist erst gar nicht zu reden. Die Sanja Radisic offeriert zweimal souverän das gefürchtete hohe und meist ausgelassene hohe Des.”

”In der Cavatine Vieni! T’affreta – Komm! Beeil dich setzt sie die großen Tonsprünge mit einer solchen stimmlichen Perfektion an, daß zwischen Höhe und Tiefe keine Patzer zu hören sind. Jeder Ton wird von ihr mit sehr viel Gefühl ausgesungen, dabei klingen die Spitzentöne strahlend und klar im Fortissimo, ebenso gelingt es ihr, mit ihrer Stimme düster und unheimlich in der Tiefe zu spielen.“

(Opera Point und Online Merker)